Umbaja Kongress 2016

Am zweiten Novemberwochenende 2016 (Freitag 11. – Sonntag 13.) UMBAJA e. V hielt seine erste Tagung im Hotel Königshof in Hannover ab. In einer vielversprechenden, herzlichen und harmonischen Atmosphäre und friedlichen Umgebung konnten sich die Teilnehmer treffen, diskutieren, austauschen und gemeinsam eine schöne Zeit verbringen.

Für unser dreitägiges Programm konnten wir elf Referenten mit unterschiedlichem Hintergrund gewinnen, um die Diskussion durch ihre Ideen und Erfahrungen in kurzen Präsentationen, Kommentaren und Reflexionen zu bereichern und anzuregen. Diesbezüglich UMBAJA e. V freut sich über so viele Beiträge von Herrn Maissara Saeed, (UMBAJA e. V), Herrn Kamal M. Idris, (Ärzte ohne Grenzen, Norwegen), Dr. Günter Max Behrendt, (Landeshauptstadt Hannover – Fachbereich Soziales /Integration), Frau . Janika Millan, (Deutsche Sudanesische Gesellschaft für Entwicklung, Hildesheim), Herr Sabestian Gunity, (Cameo Kollektiv, Hannover), Herr Sigmar Walberecht, (Flüchtlingsrat, Niedersachsen), Herr Walid Farah, (Be friends Organisation, Paris, Frankreich), Herr Yasir Abdalla, (UMBAJA e. V), Herr Elemam Musa Elemam, (Umma-Partei, Holland), Herr Bashar Abdalrehman, (Gerechtigkeits- und Gleichstellungsbewegung) und Herr Mohammed Refaat Alyousif, (Syria Dream Project .) , Berlin). UMBAJA e. V dankt allen für ihren Beitrag und den Erfolg unserer Tagung.

Die Hauptfragen, die wir am ersten Tag (Freitag, 11.11.2016) diskutierten, waren: Warum sind selbstorganisierte Aktivgruppen entscheidende Lösungen für Geflüchtete in ganz Europa und wie können Menschen diese Gruppen aufbauen? Wie ist die Situation von Flüchtlingen und Migranten in Norwegen und Griechenland? Vor welchen Herausforderungen steht die Selbstorganisation von Migranten und Flüchtlingen in Norwegen und Griechenland? Was bedeutet Integration? Was waren/sind die offiziellen Leitlinien und Pläne für die Integration in der Stadt Hannover? Was ist die Macht der Kultur? Wie können Menschen Kulturarbeit für politisches Empowerment und Veränderung nutzen? Welche Beispiele gibt es für internationale Kulturarbeit in Hannover und Deutschland? Welche Informationen haben wir über die globale Vernetzung von Kulturinitiativen?

Am Ende des ersten Tages wurden alle Teilnehmer vom Cameo Kollektiv Magazin begrüßt und hatten ihr Dinner by Cameo in der Steintorfledstr. 3 in einer sehr freundlichen und warmen Umgebung.

  Am zweiten Tag (Samstag 12.11.2016) diskutierten und tauschten wir uns über folgende Fragen aus: Was sind die Hauptarbeitsgebiete des Flüchtlingsrates in Niedersachsen? Was sind die wichtigsten Informationen zum Flüchtlingsrat in Niedersachsen und seinen Projekten? Was sind ähnliche Beispiele wie der Flüchtlingsrat in Europa und weltweit? Vor welchen Herausforderungen steht die Selbstorganisation von Migranten und Geflüchteten in Frankreich und wie könnten sie dort gemeistert werden?

Wir haben auch viele Fragen zur Freiheit im Sudan gestellt, nachdem wir einen Dokumentarfilm zu diesem Thema gesehen hatten. Die Fragen waren: Wie wirken sich die sudanesische Kultur und soziale Normen auf die Freiheit im Sudan aus und wie kann die Situation dort verändert werden? Die große Frage, die sich an diesem Tag stellte, war die der Freiheit der Frauen im Sudan. Welche Pläne können wir vorschlagen, um die Situation der sudanesischen Frauen im Sudan und auch in Europa radikal zu ändern? Welche Lehren können die Menschen aus der Selbstorganisation syrischer Migranten in der Türkei und in Deutschland ziehen?

Nach einer Nachmittagspause wurden zwei Workshops abgehalten und die Teilnehmer wurden in zwei Gruppen eingeteilt. In den ersten Workshops wurden Fragen zu Herausforderungen diskutiert, denen sich die Selbstorganisation und das soziale und politische Engagement von Flüchtlingen und Migranten stellen und wie wir diese bewältigen können. Wie können Menschen eine starke Medienarbeit haben, um ihre Aktivitäten widerzuspiegeln?

In den zweiten Workshops diskutierten die Leute viele Fragen zu den Finanz- und Stipendienmöglichkeiten in der Europäischen Union? Und wie können Menschen ihre Fähigkeiten aufbauen, um kompetent zu sein? Welche Lehren können aus den Erfahrungen der sudanesischen Gemeinden in Holland gezogen werden?

Der zweite Tag endete, nachdem wir über die Workshops, die wir hatten, berichtet und reflektiert hatten, bevor wir unser Abendessen nahmen und Platz für Networking und Austausch hatten.

Am letzten Tag (13.11.2016) hatten wir unsere Diskussion in dieser Sitzung mit dem Schreiben, Diskutieren und Einvernehmen über sechs Hauptpunkte abgeschlossen und gemeinsam ein Papier mit dem Titel  (Hannover Erklärung 2016).

Hannover-Erklärung  ist eine sehr wichtige Errungenschaft, durch die sich die Teilnehmer auf eine weitere Zusammenarbeit und ein aktives Netzwerk freuen.

Praxisnah erläuterten Teilnehmer aus Süddeutschland, Frankreich und Holland ihre Forderungen und ihren Wunsch, mit der Gründung von UMBAJA e. V Filialen in ihrem Gebiet unter ihren Gemeinden.

Die meisten Teilnehmer sind so motiviert, regelmäßig die Umbaja Tagung abzuhalten. Ihrer Meinung nach ist es eine der ganz außergewöhnlichen und seltenen Gelegenheiten, Zeuge eines solchen Treffens zu werden, bei dem solche Themen (Selbstermächtigung, Organisation und Integration) auf europäischer Ebene diskutiert werden. So wie die meisten von ihnen die Geschichte und Initiative von UMBAJA e. V.

UMBAJA e. V möchte sich bei allen bedanken, die dieses Treffen ermöglicht haben. Es hat uns alle sehr gefreut, motiviert und ermutigt, weiterhin an den kommenden Projekten in unserem Verein UMBAJA e. V.

 

 

UMBAJA e. V möchte auch unseren Förderern danken:

Robert Bosch Stiftung

Lotto Sport Stiftung

Stiftung: do

Rosa-Luxemburg-Stiftung

Unser Dank und unsere Anerkennung gilt unseren Mitarbeitern:

Flüchtlingsrat Niedersachsen

Landeshauptstadt Hannover – Fachbereich Soziales /Integration

Deutsch-Sudanesische Gesellschaft für Entwicklung

Cameo Kollektiv Magazin

 

UMBAJA e. V.

c/o Pavillon, Lister Meile 4,

30161 Hannover

 

Fotogallerie 

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